Published On: April 20, 2026Kategorien: Aktuelle Themen

DGL-Damenteam absolviert intensiven Trainingstag

Fred Hoffmann

Autor: Fred Hoffmann

DGL-Damenteam absolviert intensiven Trainingstag zur Vorbereitung auf den Saisonstart

Seit Anfang Februar arbeiten wir im DGL-Damenteam konsequent an unserem Spiel. Die ersten Wochen standen ganz im Zeichen des Techniktrainings. Im Februar und März ging es vor allem darum, Schwunggrundlagen zu festigen, Bewegungsabläufe zu stabilisieren und die Basis für die Saison zu legen. Im April haben wir den Schwerpunkt dann ganz bewusst verlagert. Seitdem steht das kurze Spiel deutlich stärker im Mittelpunkt. Dieser Wechsel ist kein Zufall. Gerade einen Monat vor dem ersten Spieltag im Mai geht es nicht mehr nur darum, gut zu schwingen. Es geht darum, auf dem Platz bessere Entscheidungen zu treffen, rund ums Grün sicherer zu werden und am Ende tatsächlich bessere Scores zu spielen. Genau dafür war unser Intensivtag ein wichtiger Baustein.

Der Intensivtag als nächster Entwicklungsschritt

Ein solcher Trainingstag ist mehr als ein langes Üben. Mir war wichtig, den gesamten Tag so aufzubauen, dass sich Struktur, Messbarkeit und praktische Anwendung sinnvoll ergänzen. Das Ziel war klar: Spielkompetenz erhöhen, Scoring verbessern und das Team Schritt für Schritt wettkampffit machen. Unsere Damenmannschaft besteht aus den spielstärksten Spielerinnen des GCW. Umso schöner ist es, wenn man als Coach mit einer Gruppe arbeiten darf, die bereit ist, sich auf Inhalte einzulassen, konzentriert mitzieht und einen kompletten Sonntag in ihre sportliche Weiterentwicklung investiert.

Kurzspiel im Fokus

Im Zentrum des Intensivtages stand das Spiel rund ums Grün. Das hat einen einfachen Grund: Im kurzen Spiel lassen sich oft besonders viele Schläge sparen. Wer chippt, pitcht und puttet mit mehr Sicherheit, rettet häufiger Pars, vermeidet hohe Ergebnisse und nimmt deutlich mehr Ruhe mit auf die nächsten Schläge. Deshalb haben wir den Tag bewusst nicht mit einem lockeren Einschlagen begonnen, sondern umgehend mit einem strukturierten Kurzspiel Test. Die Spielerinnen sollten direkt erleben, wo sie aktuell stehen und in welchen Bereichen bereits Stabilität vorhanden ist und wo noch Potenzial liegt.

Teil 1: Der Kurzspiel Test am Vormittag

Zum Einstieg haben wir mit einem Kurzspiel Test in drei Stationen gearbeitet. Ziel war es, das kurze Spiel unter realistischen Bedingungen zu prüfen und die Ergebnisse vergleichbar zu machen. Die neun Spielerinnen wurden in drei Gruppen aufgeteilt und rotierten durch die Stationen Putten, Chippen und Pitchen.

Station 1: Putten
An der ersten Station wurden sechs Putts aus 2,0 Metern rund um das Loch gespielt. Jeder gelochte Ball zählte einen Punkt. Die Aufgabe klingt einfach, hat es aber in sich. Gerade aus kurzer Distanz zeigt sich, wie sicher eine Spielerin unter leichtem Druck agiert und wie verlässlich ihre Routine bereits ist.

Station 2: Chippen
An der Chipstation spielte jede Spielerin sechs Bälle aus einer mittleren Ball-Lage in Richtung Fahne. Bewertet wurde nicht nur, ob der Ball in die Nähe des Lochs kam, sondern wie präzise die gesamte Situation gelöst wurde. Für Bälle im engen Zielbereich gab es zwei Punkte, für Bälle im erweiterten Zielbereich einen Punkt. So wurde aus dem Chip nicht nur eine Übung, sondern eine echte Leistungsaufgabe.

Station 3: Pitchen
Auch an der Pitch-Station wurde mit klaren Zielzonen gearbeitet. Die Spielerinnen spielten aus einer höchst anspruchsvollen Situation, rund 25 Metern auf ein definiertes Ziel und mussten Länge, Rhythmus und Ballkontakt sauber verbinden. Gerade diese Distanz ist im Spiel hochrelevant, weil sie häufig darüber entscheidet, ob eine echte Par Chance entsteht.

Ein Test, der auch für Mitglieder spannend ist

Das Schöne an diesem Test ist, dass er sich sehr leicht nachspielen lässt. Wer sein eigenes Kurzspiel einmal überprüfen möchte, kann genau dieses Format auch im eigenen Training nutzen. Sechs Putts aus 2,0 Metern, sechs Chips mit Zielzonen und sechs Pitch-Bälle auf ein klares Ziel geben bereits einen ehrlichen Eindruck davon, wie stabil das eigene kurze Spiel wirklich ist. Für mich als Coach ist so ein Test besonders wertvoll, weil er zwei Dinge sichtbar macht: zum einen den aktuellen Leistungsstand, zum anderen aber auch die Qualität von Entscheidungen, Rhythmus und Nervenstärke in kleinen, aber entscheidenden Spielsituationen.

Teil 2: Pitchtraining und Quotentraining im Chippen

Nach dem Test ging es direkt in den nächsten Schwerpunktblock. Eine Gruppe trainierte mit mir intensiv den Pitch, während die andere Gruppe ein strukturiertes Quotentraining im Chippen absolvierte. Danach wurde gewechselt.

Gerade diese Form des Trainings war mir wichtig, weil sie wegführt vom bloßen Gefühl und hin zu messbaren Ergebnissen. Beim Chippen wurden fünf verschiedene Positionen aufgebaut. An jeder Position spielte jede Spielerin zehn Bälle und puttete anschließend jeden Ball aus. Entscheidend war also nicht nur, ob ein Chip optisch gelungen war, sondern ob die Situation wirklich gelöst wurde.

Warum Quote so wichtig ist

Im Training wird oft zu schnell von einem guten Ball auf ein gutes Niveau geschlossen. Im Wettkampf zählt aber nicht der eine gelungene Schlag, sondern die wiederholbare Leistung. Genau deshalb haben wir im Chiptraining mit Quote gearbeitet. Am Ende stand nicht das Gefühl im Vordergrund, sondern die Frage: Wie oft wurde aus einer Kurzspielsituation tatsächlich ein erfolgreiches Up and Down? Diese Art des Trainings ist für Spielerinnen extrem aufschlussreich. Sie zeigt sehr ehrlich, wie konstant das kurze Spiel bereits ist und wo im Wettkampf noch Schläge verloren gehen könnten.

Pitchtraining mit klarer Struktur

Parallel dazu haben wir am Pitch sehr gezielt gearbeitet. Auch hier ging es nicht darum, möglichst viele Bälle zu schlagen, sondern einen klaren technischen und mentalen Zugang zur Situation zu entwickeln. Ein hoher Annäherungsschlag verlangt Vertrauen, Rhythmus und eine gute Entscheidung vor dem Schlag. Gerade im Mannschaftsgolf ist es wichtig, dass solche Situationen nicht als Problem empfunden werden, sondern als lösbare Aufgabe.

Mittagspause mit Teamgeist

Nach dem intensiven Vormittag ging es gemeinsam zum Mittagessen. Solche Pausen sind in einem Mannschaftsprozess nicht nur Erholung, sondern ebenfalls wertvoll. Natürlich wurde auch am Tisch über Golf gesprochen, über Spieltage, Rollen im Team, Abläufe und gemeinsame Ziele. Genau in solchen Momenten wächst eine Mannschaft oft noch einmal auf eine andere Art zusammen. Ein herzliches Dankeschön geht an die Gastronomie und das Restaurant „neunzehn’86“ für die angenehme Bewirtung und die schöne Atmosphäre in der Mittagspause.

Der Nachmittag beginnt wie ein Wettspieltag

Nach dem Essen haben wir den Fokus ganz bewusst verändert. Jetzt ging es nicht mehr um einzelne Übungsformen, sondern um die Vorbereitung auf eine echte Runde. Deshalb startete der Nachmittag mit einem professionellen Driving Range Warm-up, so wie es idealerweise auch vor einem DGL-Spieltag aussehen sollte.

Ein gutes Warm-up bedeutet nicht, möglichst viele Bälle zu schlagen. Es bedeutet, den Körper vorzubereiten, den Rhythmus zu finden, mit den Schlägern Schritt für Schritt Sicherheit aufzubauen und mit einem klaren Gefühl auf den Platz zu gehen. Genau diesen Ablauf haben wir am Nachmittag trainiert.

Transfer auf den Platz

Im Anschluss ging es für die Mannschaft auf den Platz. Dort sollte sichtbar werden, was der Vormittag vorbereitet hatte. Jetzt stand die Umsetzung im Vordergrund.

 

Mir war wichtig, dass die Spielerinnen den Zusammenhang erkennen: Technik ist das eine, Spielkompetenz ist etwas anderes. Auf dem Platz entscheidet nicht allein der Schwung, sondern die Qualität der Entscheidungen, die Fähigkeit zum Commitment und die Ruhe im richtigen Moment.

Course Management und Strategie

Deshalb war die Platzrunde nicht einfach nur ein lockeres Spielen von ein paar Löchern. Sie war ein zentraler Teil des Intensivtages. Wir haben über Strategien gesprochen, über sinnvolle Schlagwahl, über Risikomanagement und über die Frage, wie man mit seinem aktuellen Spiel möglichst effektiv über den Platz kommt. Gerade im Mannschaftsgolf macht genau das oft den Unterschied. Wer das eigene Spiel klug einsetzt, vermeidet unnötige Fehler und schafft sich deutlich mehr stabile Runden.

Ein Trainingstag mit klarem Ziel

Rückblickend war dieser Intensivtag ein wichtiger Schritt in unserer Vorbereitung auf den ersten Spieltag im Mai. Er hat gezeigt, dass wir als Team nicht nur engagiert arbeiten, sondern mit einem klaren Plan. Vom Techniktraining in den ersten Saisonwochen über den bewussten Wechsel ins Kurzspieltraining im April bis hin zum jetzigen Intensivtag war alles darauf ausgerichtet, die Spielerinnen sportlich weiterzuentwickeln und bestmöglich auf die Saison vorzubereiten.

Danke an das Team

Zum Abschluss möchte ich mich ganz ausdrücklich bei unserem Damenteam bedanken. Es ist keineswegs selbstverständlich, einen kompletten freien Sonntag über rund acht Stunden hinweg mit so viel Offenheit, Konzentration und Einsatz in die eigene sportliche Entwicklung zu investieren. Genau das verdient großen Respekt. Und genau das macht die Arbeit mit diesem Team als Coach so besonders. Es macht mir große Freude, diese Mannschaft zu begleiten, weil hier nicht nur sportliche Qualität vorhanden ist, sondern auch Potenzial, Disziplin, Teamgeist und echte Bereitschaft, besser zu werden. Solche Tage zeigen sehr deutlich, was möglich ist, wenn ein Team mitzieht, offen ist und mit Freude an seiner Leistung arbeitet.

Gleichzeitig möchte ich mich auch im Namen des Teams beim Golf-Club Widukind-Land e.V. bedanken. Es ist ein starkes Signal, wenn sportliche Entwicklung nicht nur gewünscht, sondern auch konkret gefördert wird. Dass für die Mannschaft ein entsprechendes Budget zur Verfügung gestellt wird, um solche Intensivtage überhaupt zu ermöglichen, ist alles andere als selbstverständlich und ein wichtiger Beitrag dazu, Leistung, Motivation und Teamgeist gezielt weiterzuentwickeln.

Herzliche Grüße,

Euer Fred Hoffmann

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